Bildungsreise Krakau Auschwitz 2026

Lernen, erinnern, austauschen: Unsere Bildungsreise nach Krakau

Vom 22. bis 25. Oktober 2026 waren 13 Mitarbeiter*innen der Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH in Krakau unterwegs. Auf dem Programm: eine Stadtführung, der Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und ein Austausch mit dem Multikulturellen Zentrum Krakau.

Bei Tür an Tür arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen Biografien zusammen. Daraus ist eine Tradition entstanden: Wir reisen gemeinsam in das Heimatland oder die Heimatstadt einer Kollegin oder eines Kollegen und lernen sie sozusagen aus erster Hand kennen. Nach Istanbul, Neapel, Bilbao, Wien, Paris und Ljubljana ging es in diesem Jahr nach Polen.

Zu jeder dieser Bildungsreisen gehört, dass wir uns mit einer Organisation vor Ort austauschen, die sich mit Migration, Flucht und Arbeit beschäftigt. Die Reise haben wir selbst organisiert, das Programm hat unsere Kollegin mit vielen persönlichen Tipps zusammengestellt.

Krakau entdecken: Von der Uni bis nach Kazimierz

Zum Auftakt ging es bei einer Stadtführung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ein Halt war der Innenhof der Jagiellonen-Universität. Sie wurde 1364 vom polnischen König Kasimir dem Großen gegründet und ist die älteste Universität Polens und eine der ältesten Europas.

Weiter ging es ins ehemals jüdische Viertel Kazimierz. Hier erzählen Synagogen, Plätze und Hinterhöfe von jahrhundertelangem jüdischem Leben in Krakau. Einige Ecken kennen viele aus dem Kino: Steven Spielberg hat hier Teile von „Schindlers Liste“ gedreht. Den Blick auf die Burg Wawel haben wir vom anderen Ufer der Weichsel genossen.

Erinnern: Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Am Freitag haben wir gemeinsam die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besucht. Bei einer begleiteten Führung durch das ehemalige Stammlager und Birkenau haben wir uns mit der Geschichte des größten nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers auseinandergesetzt.

Dieser Tag hat uns sehr bewegt und wird uns noch lange begleiten. Er hat uns auch gezeigt, warum unsere Arbeit für ein offenes, vielfältiges Miteinander so wichtig ist. Aufklärungsarbeit beginnt bei uns selbst.

Austauschen: Zu Gast im Multikulturellen Zentrum Krakau

Am Samstag waren wir im Centrum Wielokulturowe w Krakowie zu Gast, dem Multikulturellen Zentrum Krakau. Die Stiftung Internationaler Bund Polska betreibt das Zentrum im Auftrag der Stadt Krakau. Es setzt sich mit Bildungs- und Integrationsangeboten für sozialen Zusammenhalt und interkulturellen Dialog ein.

Mit Paulina Pilipiuk, der Koordinatorin des Zentrums, haben wir uns über unsere Arbeit ausgetauscht. Dabei wurde schnell klar: Ob in Augsburg oder in Krakau, es geht um dasselbe Ziel. Alle sollen sicher ankommen und Teil eines inklusiven Stadtlebens werden. Dziękujemy, vielen Dank für den herzlichen Empfang!

Gemeinsam unterwegs

Zwischen den Programmpunkten blieb viel Zeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Wir haben uns durch die polnische Küche probiert, im C.K. Browar das hauseigene Bier getestet und Kazimierz auch abends kennengelernt.

Denn eines kommt bei unseren Bildungsreisen nie zu kurz: die Gemeinschaft. Wir arbeiten gerne zusammen, und wir feiern auch gerne zusammen. Mit vielen Eindrücken, guten Gesprächen und neuen Ideen im Gepäck sind wir nach Augsburg zurückgekehrt. Wohin es wohl nächstes Jahr geht?