Sajed hat selbst erlebt, wie wichtig Unterstützung auf dem Weg in den Beruf sein kann. Heute gibt er diese Erfahrung in unserem Projekt „Die Wegbegleiter*innen“ weiter: Dort begleitet er junge Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung ehrenamtlich auf ihrem Weg in eine Ausbildung.
Der eigene Weg war nicht einfach
Sajed kam als junger Geflüchteter aus Syrien nach Deutschland. In dem neuen Land musste er sich sprachlich, persönlich und beruflich orientieren.
Er begann mehrere Ausbildungen, konnte diese jedoch nicht abschließen. Sprachliche Hürden, Unsicherheit und fehlende Orientierung erschwerten seinen Weg.
Die Wende kam, als Menschen ihn unterstützten, ihm Mut machten und an ihn glaubten. Mit dieser Unterstützung gelang es ihm, seine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Heute arbeitet er im Office Management der Hans im Glück Zentrale in München.
Eigene Erfahrungen weitergeben
Sajed weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll ein Mensch sein kann, der zuhört, Orientierung gibt und nicht vorschnell aufgibt.
Deshalb engagiert er sich heute ehrenamtlich bei den „Wegbegleiter*innen” von Tür an Tür. Er unterstützt junge Menschen bei Bewerbungen, bei der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb und bei Fragen rund um den Berufseinstieg.
Dabei geht es um mehr als nur Lebensläufe und Anschreiben. Sajed stärkt das Selbstvertrauen der jungen Menschen und ermutigt sie, ihren Weg weiterzugehen.
Sechs junge Menschen aus Afghanistan, Syrien, dem Jemen und Marokko hat er bereits begleitet. Vier von ihnen konnten eine Ausbildung beginnen, unter anderem als Pflegefachkraft und Fliesenleger.
Unterstützung, die weiterwirkt
Sajeds Geschichte zeigt, dass persönliche Begleitung viel verändern kann. Aus der Unterstützung, die er selbst erhalten hat, ist sein eigenes Engagement entstanden.
Heute schafft er Perspektiven für andere junge Menschen. Er hört zu, teilt seine Erfahrungen und zeigt ihnen: Auch wenn der Weg nicht geradlinig verläuft, lohnt es sich, weiterzumachen.
Mehr über das Projekt „Die Wegbegleiter*innen“ und die Möglichkeiten zur Teilnahme erfahren.
Das Projekt wird vom Lions Club Augsburg-Raetia Hilfswerk e. V. und der Dr. Ingeborg von Tessin und Marion von Tessin Stiftung gefördert und unterstützt. Dafür bedanken wir uns herzlich.