digitales Vernetzungstreffen soziale Wohnraumakquise

Soziale Wohnraumakquise: Digitales Vernetzungstreffen zu Untervermietung und Zwischennutzung

Wie können soziale Träger Wohnraum anmieten und weitervermieten? Und wie lässt sich temporärer Leerstand für Menschen nutzen, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind? Ein digitales Vernetzungstreffen am 22. September 2026 bietet Praxisbeispiele, fachliche Impulse und Raum für Austausch.


Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Die Wohnungssuche ist besonders schwierig für Menschen, die auf dem Wohnungsmarkt mit zusätzlichen Hürden konfrontiert sind, darunter wohnungslose Menschen sowie Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte. Deshalb entwickeln Kommunen und soziale Träger unterschiedliche Ansätze, um Wohnraum zu erschließen und langfristig zu sichern.

Doch vielerorts stellen sich ähnliche Fragen: Wie können private Vermieter:innen gewonnen werden? Unter welchen Bedingungen können soziale Träger Wohnungen anmieten und weitervermieten? Und wie lässt sich vorübergehend leerstehender Wohnraum sinnvoll nutzen?

Wissen teilen und voneinander lernen

Um Erfahrungen und Lösungsansätze zur sozialen Wohnraumakquise bundesweit zusammenzuführen, veranstalten Tür an Tür, die GRÜNE LIGA und XENION eine regelmäßige digitale Informations- und Vernetzungsreihe. Die Reihe knüpft an die Erkenntnisse und die Wissensplattform des von Tür an Tür koordinierten Projekts „Wohnen statt Unterbringung – reloaded“ an.

Das Projekt hat erprobte Ansätze zur Unterstützung bei der Wohnungssuche und zum Erhalt von Wohnraum gesammelt, weiterentwickelt und für andere Akteur:innen zugänglich gemacht. Einen wichtigen Erfahrungshintergrund bringt dabei das Wohnprojekt Augsburg ein. Die Kooperation zwischen Tür an Tür und der Diakonie Augsburg unterstützt geflüchtete Menschen mit Beratungs-, Schulungs- und Informationsangeboten auf dem Weg in eigenen Wohnraum. Dabei arbeitet es eng mit haupt- und ehrenamtlichen Akteur:innen aus den Bereichen Wohnen, Unterbringung, Flucht und Asyl zusammen.

Die digitale Reihe führt diesen Wissenstransfer fort. Sie richtet sich an Fachkräfte aus Kommunen und sozialen Organisationen sowie an weitere Interessierte. Neben konkreten Praxisbeispielen bietet jedes Treffen Zeit für Fragen, Diskussionen und kollegialen Austausch.

Untervermietung und Zwischennutzung im Fokus

Das nächste Vernetzungstreffen findet statt am:

Dienstag, 22. September 2026, um 14 Uhr
Online

Tanja Pfander stellt das Projekt „Wohnen für Geflüchtete und sozial Benachteiligte” des Vereins „Münchner Freiwillige – Wir helfen” vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie soziale Träger Wohnraum anmieten und an Menschen mit erschwertem Zugang zum Wohnungsmarkt weiter- oder untervermieten können.

Einen zweiten Impuls gibt Katharina Euler von der Universität Hildesheim. In ihrem Projekt „Mehr als vier Wände“ beschäftigt sie sich mit der Unterbringung geflüchteter Menschen. Gemeinsam mit der Modellkommune München präsentiert sie ein konkretes Vorhaben zur Zwischennutzung. Dabei wird aufgezeigt, welche Chancen temporär leerstehende Gebäude für die soziale Wohnraumversorgung bieten können.

Teilnahme und Kontakt

Sie möchten teilnehmen oder haben Fragen zur Veranstaltungsreihe? Dann schreiben Sie Arthur Haus, Referent für Wohnen bei der GRÜNEN LIGA, eine E-Mail an  wohnflaeche@grueneliga.de

Wir freuen uns auf den fachlichen Austausch und neue Impulse für eine soziale Wohnraumversorgung!