Das Café

Der Verein Tür an Tür betreibt gemeinsam mit Kooperationspartnern das Zentrum für interkulturelle Beratung (zib), um Asylsuchenden, Flüchtlingen und Migranten kompetente Ansprechpartner, Sprachkurse und Beratung bei der Suche nach Job und Wohnung zu bieten. Auf dem Gelände des alten Straßenbahndepots am Senkelbach befindet sich auch eine alte Bus-Garage.

In dieser alten Werkstatt entsteht das Café „Tür an Tür“ – ein offener kultureller und sozialer Treffpunkt als Impuls für Engagement im Viertel und in der Stadt.

Das Café mit rund 45 Sitzplätzen freut sich auf Besucher und Mitarbeitende des zib, Asylsuchende und Flüchtlinge sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Künftig werden warme und kalte Getränke, Brotzeit und Kuchen angeboten und dafür Produkte aus lokalem, fairem und ökologischem Handel verwendet. Außerdem dient das Café als Veranstaltungsort z.B. für Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Kinoabende, Diskussionen oder Stammtische.

Das Projekt „Café Tür an Tür“

Die Garage ist seit Sommer 2013 angemietet. Eine erste Einrichtungsskizze zeichnete Günther Prechter im Juni 2013. Die Planungen werden schrittweise vorangetrieben und im Bauausschuss diskutiert. Ordnungsamt und Marktamt der Stadt Augsburg waren zu Beratungsgesprächen eingeladen. In den letzten Monaten wurde die Garage nutzbar gemacht. Dach und Boden sind isoliert, Heizung und Stromversorgung wurden einge-baut, ein Podest ist eingezogen und der Holzboden verlegt. Bänke wurden gebaut, Leuchten installiert, Wän-de gestrichen und Sitzkissen genäht. In Workshops entwickelten Flüchtlinge, Nachbarn, Schüler und ehren-amtlich Engagierte Ideen zu Nutzung und Gestaltung, zu Konzept und Programm des Cafes. Eine proviso-rische Nutzung der Garage als „Baustellen-Café“ ist schon seit Sommer 2014 möglich.

Derzeit werden die Theke, die Küchenzeile und die Tische geplant. In den letzten Monaten fanden sich etwa 50 Freiwillige, die sich beim Betrieb des Cafes ehrenamtlich engagieren wollen. Sie werden bis Herbst 2015 gemeinsam ein Konzept entwickeln und in Teilen erproben. Derzeit gibt es Gruppen, die sich folgenden Auf-gaben stellen: Service & Betrieb des Cafes, Internationale Küche, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, Spen-den- und Sponsorensuche, Bau und Gestaltung, Kunst und Literatur.

Die Finanzierung

Thermische Isolierung, Heizung, Strom- und Wasserinstallationen finanziert unser Vermieter vor. Er legt diese Kosten von ca. 20.000 Euro auf die Miete um. Wir rechnen mit einer Kaltmiete von ca. 1.000 Euro im Monat. Die Kosten für den weiteren Umbau und die Einrichtung bringt Tür an Tür e.V. direkt über Spenden, aktive Mitarbeit und Projektzuschüsse auf. Für die Inneneinrichtung (Boden, Bühne, Theke, Möbel, Elektro-geräte, etc.) sind weitere 35.000 Euro notwendig. Freiwillige helfen tatkräftig mit und leisten Renovierungs-arbeiten. Diese Gruppe setzt sich aus Flüchtlingen, Nachbarn und Schülern des Holbein-Gymnasiums zu-sammen. Ab und zu sind fachkundige Handwerker notwendig, wie z.B. Schreiner, Elektriker und Sanitär-installateure. Aktuell suchen wir Sponsoren unter Firmen, Privatleuten und Stiftungen. Das Cafe soll nach dem Probebetrieb die laufenden Betriebskosten (Miete, Nebenkosten, Wareneinkauf, etc) durch den Betrieb selbst erwirtschaften. Für die Organisation des Cafebetriebs (Begleitung der Freiwilligen, Einkauf, Verwal-tung, Öffentlichkeitsarbeit, …) wird bei Tür an Tür ein Minijob eingerichtet, der mit ca. 600 Euro pro Monat zu Buche schlägt.

Die Akteure

In der Bauphase liegt die Gesamtverantwortung beim „Bauausschuss“, einer Arbeitsgruppe, in der Tür an Tür-Vorstände, Mitarbeiter und der Architekt Günther Prechter das Projekt planen und die Umsetzung orga-nisieren. Die Bauleitung liegt bei Thomas Körner-Wilsdorf, der als Vereinsvorstand mitarbeitet und als Kunstlehrer am Holbein-Gymnasium Schüler einbindet. Bei den Bauarbeiten beteiligen sich Flüchtlinge, der „Unterstützerkreis Ottostraße“, Schüler, Nachbarn, Freiwillige und Mitglieder des Vereins Tür an Tür. Für den Betrieb des Cafes werden Freiwillige gesucht, die sich ab sofort ehrenamtlich engagieren können. Diese Gruppe wird das Cafe in einer einjährigen Probephase entwickeln, betreiben, bekannt machen und etablieren.